Schlüsselwörter: Kinderwohlbefinden, Kinderarmut, soziale Ungleichheit, Gesundheitsförderung, Prävention, Bildungsgerechtigkeit, Kinder- und Jugendbericht, Chancengleichheit, Kindergrundsicherung, soziale Gerechtigkeit
Der vorliegende Beitrag zieht eine kritische Bilanz des 13. Kinder- und Jugendberichts und konstatiert, dass sich die Lebenslagen vieler Kinder und Jugendlicher in Deutschland trotz vorhandener Erkenntnisse und Empfehlungen nicht nachhaltig verbessert haben. Aktuelle Befunde zeigen, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland im internationalen Vergleich lediglich durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Werte beim Wohlbefinden erreichen. Besonders soziale Ungleichheit und Kinderarmut beeinträchtigen weiterhin Gesundheits-, Bildungs- und Teilhabechancen. Viele der vor Jahren formulierten Empfehlungen wurden nur unzureichend umgesetzt. Gefordert werden eine konsequentere Armutsbekämpfung, stärkere Prävention, bessere Vernetzung der Hilfesysteme und eine Politik, die soziale Gerechtigkeit als zentrale Voraussetzung für gesundes Aufwachsen versteht.