Schlüsselwörter: Jugendalter, Substanzmissbrauch, Verhaltenssüchte, psychosoziale Risiko- und Schutzfaktoren, Prävention, psychische Gesundheit
Der Beitrag untersucht auf Grundlage der SCHULBUS-Studie die Entwicklung problematischer Konsum- und Nutzungsverhaltensweisen bei 14- bis 17-jährigen Jugendlichen in Hamburg und Bremen. Während problematische Konsummuster bei Alkohol, Tabak und Cannabis rückläufig sind, gewinnen digitale und andere nicht-substanzgebundene Risikoverhaltensweisen an Bedeutung. Besonders auffällig sind die Zunahme problematischer Internetnutzung sowie Belastungen im Zusammenhang mit einer selbstkritischen Körperwahrnehmung. Über unterschiedliche Problembereiche hinweg zeichnen sich Gemeinsamkeiten in den psychosozialen Risiko- und Schutzprofilen ab. Die Befunde sprechen für ressourcenorientierte Präventions- und Versorgungskonzepte. Die zunehmende Nutzung KI-gestützter Chatbots stellt dabei eine neue Herausforderung dar: KI kann menschliche Beziehungen und professionelle Hilfen vielleicht sinnvoll ergänzen, sie jedoch keinesfalls ersetzen.