Schlüsselwörter: Akzeptanz, ACT (Akzeptanz- und Commitment-Therapie), Verhaltensflexibilität, Erlebnisvermeidung, aversive Erfahrungen, Achtsamkeit, Psychotherapie, Kampf-Flucht-Modus, zwischenmenschliche Beziehung, therapeutischer Wandel
Der Beitrag plädiert für eine Wiederentdeckung des Akzeptanzbegriffs in der Psychotherapie, insbesondere im Kontext der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Akzeptanz wird nicht als Resignation, Zustimmung oder Passivität verstanden, sondern als aktive Alternative zu automatischen Kampf- und Vermeidungsreaktionen auf belastende Erfahrungen. Sie ermöglicht ein Innehalten, erweitert den Handlungsspielraum und fördert eine differenzierte Wahrnehmung komplexer Situationen. Damit schafft sie die Grundlage für flexibleres Verhalten, gelingendere zwischenmenschliche Begegnungen und eine achtsamere therapeutische Praxis, die über reflexhaften Aktionismus hinausgeht.