Schlüsselwörter: Konflikt, Streit, Grundbedürfnisse
Konflikte gelten als Störungen in einem funktionierenden Getriebe, als Schädlinge in einem gesunden Organismus. Sie sind jedoch eine logische Begleiterscheinung davon, dass wir dieselbe Situation aufgrund unterschiedlicher Erfahrungen verschieden interpretieren. Aus Meinungsverschiedenheiten entstehen Irritationen und gegensätzliche Absichten, die uns im Handeln behindern und Konflikte erzeugen. Konflikte sind emotional besetzt; wir erleben sie als einen Angriff auf unseren Selbstwert. Die Vorstellung, einen Konflikt aktiv auszutragen, ist belastend; wir fürchten, dadurch die Beziehung zum Gegenüber zu gefährden. Doch wenn Konflikte sowohl normal als auch belastend sind, dann ist es existenziell, dass wir konkrete Wege der Auseinandersetzung, d. h. konstruktive Formen des Streitens finden.