Schlüsselwörter: Kinderarmut, soziale Ungleichheit, relative Armut, Teilhabe, Bildungsungerechtigkeit, Familienarmut, Sozialstaat, Umverteilung, Kindergrundsicherung, Mindestlohn
Kinder- und Jugendarmut ist in Deutschland trotz des hohen gesellschaftlichen Wohlstands weiterhin weit verbreitet. Armut umfasst dabei nicht nur unzureichende finanzielle Ressourcen, sondern auch Benachteiligungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wohnen und gesellschaftliche Teilhabe. Sie wird als Folge struktureller sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheiten verstanden. Während viele Kinder in prekären Lebenslagen aufwachsen, nimmt zugleich der private Reichtum zu. Eine wirksame Bekämpfung von Kinderarmut erfordert deshalb ein Zusammenspiel aus armutsfesten Erwerbseinkommen, sozialer Grundsicherung, Chancengleichheit im Bildungssystem, dem Ausbau der sozialen Infrastruktur sowie einer gerechteren Verteilung von Einkommen und Vermögen.