Schlüsselwörter: Bildungsverlauf, Armutsrisiko, Scham, moderierende Faktoren, traumasensibel, Schutzkonzepte
Es besteht kein linearer Zusammenhang zwischen sozialer Schichtzugehörigkeit und der Häufigkeit sexualisierter Gewalt sowie ihren Folgen. Vielmehr gibt es multifaktorielle Wechselwirkungen. Deshalb gilt es die Aspekte zu beleuchten, die im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt und Armut von Bedeutung sind. Kinder, die in Armut leben, weisen spezifische Risiken auf, dass ihnen sexualisierte Gewalt widerfährt. Sexualisierte Gewalt kann negative Folgen für den Bildungsverlauf haben und das Armutsrisiko im Erwachsenenalter erhöhen. Die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und die Schulen müssen deshalb traumasensibel sein. In der Therapie müssen die Folgen von Armut auf die Entwicklung sexuell missbrauchter Kinder stärker berücksichtigt werden.