Schlüsselwörter: Sexueller Missbrauch in der Psychotherapie, Machtgefälle, Abstinenzgebot, Behandlungsfehler / Kunstfehler, Berufsethik, Patient*innenschutz, Psychotherapeutengesetz (PsychThG), Prävention
Dieser Artikel beschreibt die Geschichte in Deutschland im Umgang mit sexuellen Übergriffen von Therapeut*innen und Berater*innen auf Patient*innen und Ratsuchende. Dabei ging es zunächst um eine klare Positionierung innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT), danach unter den Berufs- und Fachverbänden und schließlich mit der Politik um eine Erweiterung des Strafrechts. Nachdem alle Fachverbände Ethikrichtlinien eingeführt hatten, das Psychotherapeutengesetz in Kraft und entsprechend Bundes- und Landeskammern mit ihren Berufsordnungen gegründet waren sowie der § 174c des StGB erlassen war, schien alles Notwendige in die Wege geleitet. Einige der fortbestehenden Probleme werden zum Schluss benannt.