Schlüsselwörter: Macht, therapeutische Beziehung, Machtmissbrauch, Machtgefälle, Machtasymmetrie, kulturelle Deutungsmacht, Autorität, Manipulation
In diesem Artikel wird die Ambivalenz von Macht in der Psychotherapie diskutiert. Die Machtasymmetrie kann sowohl zum Gelingen von Therapie beitragen als auch missbraucht werden. Die Wirkmechanismen der Psychotherapie sind eng verwoben mit jenen Dynamiken, die auch Manipulation ermöglichen und damit das Risiko von Machtmissbrauch bergen. Wie kann im therapeutischen Prozess die Gratwanderung zwischen Wirken und Manipulation gelingen? Und was gilt es zu bedenken, um nicht in kulturelle, gesellschaftsnormative oder persönliche Autoritätsfallen zu stolpern?